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Fika – gut zu wissen

Fika ist in Schweden ein geflügeltes Wort und mehr noch, eine feste „soziale Institution“. Kurz gesagt ist Fika eine Unterbrechung des (Arbeits-)Alltags, um mit Kolleginnen und Kollegen, Freunden oder der Familie einen Kaffee zu trinken, dazu gibt es eine Kleinigkeit zu Essen, wie Zimtschnecken oder Kekse. Dahinter steckt aber viel mehr, denn in vielen schwedischen Büros gibt es feststehende Fika-Pausen, meistens am Vor- und/oder Nachmittag. Nicht selten gibt es dort auch gut ausgestattete Räume wo alle zusammenkommen und in der bezahlten(!) Arbeitszeit miteinander über private und berufliche Themen sprechen.


Natürlich muss es heute für eine Fika nicht mehr ein Kaffee plus Keks sein, aber so hat es Anfang des letzten Jahrhunderts angefangen…

Gut zu wissen: Wer sich in einem Café zur Fika trifft, kann vielfach mit Påtår rechnen, das ist die Möglichkeit sich Kaffee kostenlos nachzuschenken.

Sommer Burger

Aus einem selbstgemachten Sauerteig Burger (Rezept findet sich demnächst unter: Brot backen), und ein paar frischen Zutaten, wie: Ziegenkäse, oder Halloumi, eingelegten Gurken, Salat, einer schnell zubereiteten Wasabi-Aioli Creme oder einer scharfen Soße, wird blitzschnell ein toller Sommerburger. Smaklig måltid!

Zitrussill

Vom Julbord und Weihnachten in Schweden

Die Schweden sind echte Weihnachtsfans, die an diesem wichtigen Feiertag auch kulinarisch auftrumpfen – mit einem Julbord. Das heißt zwar übersetzt ganz schlicht “Weihnachtstisch”, aber der hat es in sich! Denn in Schweden müssen sich an Weihnachten alle (mehr als) statt essen können. Daher werden schon Tage vorher viele leckere Speisen vorbereitet und zu einem reichhaltigen Buffet geordnet. Dort finden sich dann z. B. eingelegte und geräucherte Fischspezialitäten, Braten und Schinken, Würsten, Omeletts und vielen anderen Köstlichkeiten. Und dabei darf natürlich eine Zutat nicht fehlen: der „Sill“, eingelegter Ostseehering. Hier kommt ein weihnachtlich angehauchtes Rezept mit viel fruchtigem Zitrusaroma und typischen Gewürzen.

Zitrussill mit weihnachtlichen Kräutern

Zum Nachmachen einfach 400 g Matjes über Nacht in ein Essig-Wasser-Gemisch legen (50:50), das ist ein sehr guter Ersatz für den schwedischen Sill, der schwer zu bekommen ist. Nun 130 ml Wasser mit 70 ml Essig, 60g Zucker und den Gewürzen (3-4 Zimtstangen, 1 TL Piment, 1 TL Nelken, 2-3 Sternanis, Salz und Pfeffer) aufkochen und anschließend erkalten lassen (Lake). Je eine Bio-Zitrone, -Limone und -Orange waschen, schälen und filetieren. Dafür die einzelnen Fruchtspalten mit einem scharfen Messer zwischen den Häutchen auslösen. Das ist nicht so schwierig wie es sich auf den ersten Blick anhört. Den Rest jeder Frucht mit der Hand über der Lake auspressen für einen leichten Zitrusgeschmack. Jetzt den in etwa 2-3 cm breite Stücke geschnittenen Matjes abwechselnd mit den Zitrusfrüchten in ein schönes verschließbares Glas schichten. Die kalte Lake darüber geben und das Glas verschlossen für 1-2 Tage kühl stellen. Danach gerne zügig verbrauchen.

Har det så bra och vi ses snart! (Macht es gut und wir sehen uns bald!)

Brot aus dem Steinofen

Schweden hat in den vergangenen Jahren viele Bäckerinnen und Bäcker und Brot-Fans in Sachen Sauerteigbrot dazugewonnen.

Bei einem ersten Besuch in Schweden (2000) habe ich – in Ermangelung von schwedischen Sprachkenntnissen – arglos ins Regal gegriffen. Abends dann das Grauen, das Brot war süß! Von da an habe ich nur noch nach osötat bröd (ungesüßtem Brot) gesucht, wurde aber damals kaum fündig. Das hat sich inzwischen deutlich verändert. Seit vielen Jahren sind ungesüßte Brote bereits an der Tagesordnung und seit ungefähr fünf Jahren ist auch ein deutlicher Trend zum Sauerteigbrot zu verzeichnen. Zwei bekannte Brotbäcker sind Sébastien Boudet, geborener Franzose, und Hugo Martin Johansson, beides Pioniere der Szene. Ihre Kochbücher werden mittlerweile auch in Deutschland angeboten.

Unsere Freunde Ronny und Jonas backen traditionelle schwedische Brot, etwas kräftiger im Geschmack, fester in der Krume und vielfach mit Gewürzen versetzt.